# Stadtwerke Essen AG: EU-weites Vergabeverfahren "Planung der Energiezentrale" (Los 3)
- **Status:** Offen
- **Teilnahmefrist:** 27.11.2026, 12:00 Uhr
- **Vergabestelle:** Stadtwerke Essen AG (SWE)
- **Ausführungsort:** Essen
- **Verfahren:** Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
- **Laufzeit:** 24 Monate
- **Gewerk:** Objektplanung Gebäude
- **Veröffentlicht:** 22.10.2026
- **CPV:** 71200000 Dienstleistungen von Architekturbüros
- **Vergabenummer:** SWE-2026-0008
## Worum es geht

Die Stadtwerke Essen AG schreibt im Rahmen der Dekarbonisierung und Erreichung der Klimaneutralität bis 2045 die Generalplanungsleistungen (Los 3) für eine neu zu errichtende Energiezentrale im Stadtteil Überruhr-Burgaltendorf aus. Gegenstand ist die genehmigungsfähige, förderkonforme und wirtschaftliche Planung der Energiezentrale inklusive aller Wärmeerzeuger wie einer 13-MW-Grubenwasser-Wärmepumpe, Gaskesseln für Spitzenlasten (Zielausbau 24 MW), einem rund 800 m³ großen Wärmespeicher sowie der gesamten zugehörigen Anlagentechnik gemäß den Anlagengruppen 1 bis 8 der HOAI. Die beauftragten Leistungen umfassen die HOAI-Leistungsbilder Gebäude und Innenräume, Verkehrsanlagen, Tragwerksplanung und Technische Ausrüstung (jeweils Leistungsphasen 2 bis 4 als feste Grundleistung sowie Leistungsphasen 5 bis 9 als optionale Stufenbeauftragung) sowie phasenübergreifende Leistungen wie Systemverantwortung und Integrationsmanagement. Technische Anforderungen beinhalten strenge Vorgaben zur Anlagenverfügbarkeit von mindestens 98 %, zur Integration in das künftige Niedertemperatur-Wärmenetz, zur OT-Sicherheit nach IEC 62443 und zum Brandschutz. Das Vorhaben wird über die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) gefördert.

## Zuschlagskriterien

- Honorar: 50 %
- Umsetzungskonzept: 30 %
- Qualifikation und Erfahrung des mit dem Auftrag betrauten Projektteams: 20 %

## Bekanntmachung im Wortlaut

Die Stadt Essen verfolgt das strategische Ziel, bis spätestens 2045 Klimaneutralität zu erreichen. Ein zentraler Baustein dieses Transformationsprozesses ist die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung. Im Gebiet Essen-Überruhr/Burgaltendorf bestehen derzeit ungenutzte Potenziale für die Nutzung erneuerbarer Energiequellen. Der aktuelle Wärmebedarf von ca. 98,6 GWh/a verteilt sich auf rund 13.110 Wohneinheiten, wobei Erdgas mit einem Anteil von etwa 58 % gegenwärtig die dominierende Versorgungsart darstellt. Weitere 26 % des Bedarfs sind derzeit nicht eindeutig zugeordnet und entfallen auf nicht leitungsgebundene Energieträger.  Um die Klimaziele zu erreichen und eine nachhaltige Wärmeversorgung sicherzustellen, hat die Stadtwerke Essen Machbarkeitsstudien durchgeführt. Diese zeigen, dass die Versorgung der Grund- und Mittellast künftig durch die Nutzung von Grubenwasser, Flusswasser und Klarwasser grundsätzlich gewährleistet werden kann. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurden darüber hinaus Flusswasser und Klarwasser als potenzielle Wärmequellen untersucht; diese werden im weiteren Projektverlauf jedoch nicht weiterverfolgt. Als einzige natürliche Wärmequelle verbleibt das Grubenwasser der Zeche Heinrich. Die erzeugte Wärmemenge soll über ein neu zu errichtendes Wärmenetz verteilt werden, das im Endausbau rund 4.137 Gebäude versorgen wird.  Die Planung und Errichtung des neuen Niedertemperaturwärmenetzes wird im Rahmen des Förderprogramms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz "Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW-Modul 1, Leistungsphasen 2-4)" durchgeführt. Ziel ist die anschließende Umsetzung des Vorhabens im BEW-Modul 2 (Bau). Die Wirksamkeit dieses Vertrages steht unter der aufschiebenden Bedingung, dass ein Fördermittelbescheid über die Bewilligung der beantragten Fördermittel für das BEW1-Modul in einer Höhe erteilt wurde, die nach den verbindlichen Fördermittelbedingungen die Finanzierung des Projektes für das BEW1-Modul sichert. Es wird darauf hingewiesen, dass eine Aufhebung des Vergabeverfahrens erfolgen kann, sofern die Auftraggeberin die Fördermittel für die Durchführung des Gesamtprojekts nicht erhalten sollte.  Gemäß Regelprozess der Auftraggeberin erfolgt die Mittelfreigabe für den Wirtschaftsplan 2027 im letzten Quartal 2026. Die Mittelfreigabe ist Voraussetzung für die Durchführung des Vergabeverfahrens über den Teilnahmewettbewerb hinaus. Für den Fall, dass die Mittelfreigabe nicht erfolgen würde, behält sich die Auftraggeberin die Aufhebung des Vergabeverfahrens vor.  Aktuell liegt noch keine Gestattung für die Errichtung des Niedertemperaturwärmenetzes vor. Der Gestattungsantrag wurde eingereicht.

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Quelle: https://brixl.tech/ausschreibung/stadtwerke-essen-ag-eu-weites-vergabeverfahren-planung-der-400f4a046f86. Zusammenfassung von brixl; maßgeblich ist die Bekanntmachung der Vergabestelle. Vergabeunterlagen und die Bewertung für Ihren Betrieb: https://brixl.tech